„Das wird mir jetzt erst klar, welche Bedeutung diese Konferenz hat“

10. Februar 2026: Veranstaltung und Berichterstattung zur 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz in Indien: „Das wird mir jetzt erst klar, welche Bedeutung diese Konferenz hat“, so eine Teilnehmerin zu unserer Berichterstattung. In Düsseldorf haben wir von „Automobilarbeiter & Friends Düsseldorf“ mit einigen IGM-Vertrauensleuten von Mercedes-Benz einen Bildervortrag zu den Ergebnissen der Konferenz gezeigt

Wir haben anhand von Fotos gezeigt, mit welchen indischen Kolleginnen und Kollegen wir die Konferenz organisiert haben und zum Beispiel Spenden gesammelt haben. Das war zu Beginn unüblich, aber mit der Zeit sammelten die Arbeiter kollektiv die Spenden während der Arbeit und übergaben sie dann uns. Wir sind stolz finanziell unabhängig zu sein um so auch politisch frei zu entscheiden, wozu Spenden sammeln elementar ist. Wir berichteten wie wir mit ihnen diskutiert, demonstriert, gegessen und gefeiert haben. Noch nie wurde uns so bewusst, dass trotz großer Unterschiede, unsere Arbeit, die Bedingungen und Probleme sich so sehr ähneln wie z.B. das Leiharbeit missbraucht wird zur Spaltung der Arbeiterklasse. Man muss diesen gelebten Proletarischen Internationalismus auch in die derzeitige Weltlage einordnen. Dazu haben wir kurz die weltweite Krisenhaftigkeit und den Hauptkriegstreiber Nr. 1, USA, aufgedeckt, die ihren Machtanspruch auf Venezuela, Grönland usw. erheben. Wohin diese Politik führt, sieht man besonders in Gaza als Brennpunkt der Destruktivkräfte des Imperialismus, ebenso in Rojava. Erst in diesem Licht erscheint die tiefere Bedeutung der internationalen Arbeitereinheit. Dazu gehören aktuell der erste Generalstreik seit 80 Jahren in Minnesota gegen den ICE Terror, welch eine Wucht! All das schreit nach mehr internationalen Verbindungen und Zusammenarbeit!

In der Diskussion haben wir darauf orientiert mehr Verantwortung für den Aufbau von internationalen Kontakten und für die Koordinierung von Kämpfen zu übernehmen.Wir wollen dies mit praktischen Aktivitäten wie der Vorbereitung des 1. Mai verbinden. Konkret wollen wir bei uns die Konzernzusammenarbeit bei Mercedes-Benz vertiefen und nach dem Besuch letztes Jahr in Ludwigsfelde, Düsseldorf und Ludwigsfelde/Marienfelde (Großraum Berlin) zusammenbringen. International wollen wir Kontakt nach Jawor/Polen aufnehmen, weil dort eine Mercedes-Benz Transporterproduktion aufgebaut wird. In Düsseldorf werden wir damit bedroht, das der Sprinter dorthin verlagert werden soll in Zukunft. Wir lassen uns nicht spalten! Das muss sich durchsetzen gegen die Wirkung von reformistischen Vorstellungen, erst mal nur zu schauen, dass die Arbeitsplätze in Düsseldorf „gesichert“ sind. Aber auch gegen AfD-Parolen wie ”Düsseldorf First”. Das steht der Solidarität diametral entgegen. Zum 21. März, dem internationalen Tag gegen Rassismus, wollen wir die Solidarität mit Justice Quvane aus Südafrika organisieren, denn er führt eine Klage gegen Mercedes-Benz Südafrika wegen strukturellem Rassismus. Dazu passte, dass wir am Ende das antifaschistische Lied „Bella Ciao“ auf Englisch gesungen haben.

Solidaritaet mit Streikenden bei Exide.jpeg

Solidarische Grüße von der Veranstaltung schicken wir an die Streikenden bei Exide/Pune/Indien (siehe Foto).

Wir haben den Raum geschmückt (IAC- und IGM-Fahne aufgehängt), Gruppentische gemacht, es gab leckeres indisches Essen (dazu schöne Hintergrundmusik) und Mitbringsel, um Spenden für die Internationale Automobilarbeiterkoordination zu sammeln. Mit 122 Euro Einnahmen haben wir wieder unsere Kasse gefüllt.

 

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