Automobilarbeiterinnen und Automobilarbeiter stehen auf gegen Ausbeutung, Rechtsentwicklung und Faschismus, Kriegsgefahr und Umweltzerstörung!

23. November 2025: Gemeinsame Resolution der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz: Unter der Regierung von Donald Trump betreiben die USA eine aggressive imperialistische Politik unter dem Motto „America first.” Die faschistische Gefahr verbreitet sich rasant in vielen Ländern der Welt. In der Folge kam es zu zahlreichen rechtsgerichteten und faschistischen Regierungen und verschärftem Antikommunismus. Wohin dies führt, zeigt sich in der Unterstützung Israels durch die USA und Deutschland bei seinem Völkermord gegen das palästinensische Volk. Die NATO, die USA und andere imperialistische Staaten sind die Hauptaggressoren in der Welt, Russland führt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine fort.

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Der imperialistische Konkurrenzkampf um Rohstoffe, die Schlacht um Weltmarktanteile und Machtansprüche verschärfen die Umweltzerstörung und die Gefahr eines Krieges, der sich zu einem Dritten Weltkrieg und nuklearer Vernichtung ausweiten kann.

Die kapitalistische Krise bedeutet massive Angriffe auf die Arbeiterklasse: Druck auf die Löhne, Inflation, steigende Mieten, Massenentlassungen, Umweltzerstörung, Rassismus, migrationsfeindliche Politik und Abbau von Arbeiterrechten. Die Spaltung durch die weltweite Zunahme von Leiharbeit und riesige Flüchtlingsbewegungen, insbesondere aus dem globalen Süden (wozu der Krieg im Kongo beiträgt), ist eine Herausforderung für unsere gemeinsame Arbeit. Die Kapitalisten beuten diese Einwanderer aus und diffamieren sie zum Nachteil der gesamten Arbeiterklasse. Wir sagen NEIN zu einer Politik der verbrannten Erde“ mit weltweit unbewohnbaren Gebieten.

Chinas Aufstieg zur Großmacht und zum führenden Fahrzeugproduzenten und -exporteur hat die Markthierarchie neu gestaltet. Traditionelle Automobilhersteller sind hinter chinesische Unternehmen zurückgefallen. Dieser Kampf führt zu einer Neugestaltung der Produktions- und Lieferketten, was zu absolutem Chaos führt, die Krise des kapitalistischen Systems verschärft und zu einem mörderischen Vernichtungskampf führt.

Der Wettlauf um Elektrofahrzeuge und künstliche Intelligenz (KI) hat ebenfalls negative Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere solange er nicht auf erneuerbaren Energien basiert. Der intensive Abbau von Lithium, Kobalt, Nickel und Mangan führt zur Zerstörung von Lebensräumen und Ökosystemen, zur Grundwasserverschmutzung und zu einer Verknappung dieser natürlichen Ressourcen.

Wir, die Beschäftigten in der Automobilindustrie, sind nicht verantwortlich für ihren mörderischen Konkurrenzkampf.

Wir hängen weder an Verbrennungsmotoren und Individualverkehr noch an Bergen von verschrotteten Autos. Wir kämpfen gegen den Faschismus und die fortschreitende Umstellung auf Kriegswirtschaft: Arbeiter schießen nicht auf Arbeiter.“

Nicht der Umweltschutz ist schuld am Verlust von Arbeitsplätzen, sondern das Streben multinationaler Konzerne nach maximalem Profit und Weltmarkt beherrschender Stellung. Wir fordern dagegen eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche oder 6 Stunden pro Tag bei vollem Lohnausgleich!

Wenn der Kapitalismus mit seinem internationalen Vernichtungsschlacht nur auf der Grundlage der Zerstörung der Lebensgrundlagen der Menschheit funktionieren kann, erklären wir ihm als Gesamtsystem den Krieg! In vielen Ländern der Welt führen Automobilarbeiter harte Kämpfe und Streiks.

Es ist unsere Aufgabe als Internationale Automobilarbeiterkoordination, solidarisch mit den Arbeitern zu kämpfen, die für sofortige Schutzmaßnahmen für unsere Klasse kämpfen, und diese Kämpfe zu einer einheitlichen Massenbewegung für die Macht der Arbeiterklasse in unseren jeweiligen Ländern zu verbinden, ohne die wir die grundlegenden Veränderungen nicht erreichen können, die wir dringend benötigen, um eine dauerhafte Lebensqualität für unsere Generation und zukünftige Generationen sowie einen Planeten ohne Ausbeutung und Unterdrückung zu gewährleisten, ohne Illusionen über die Möglichkeit grundlegender Veränderungen im Kapitalismus.

Wir führen diese Kämpfe als Teil des Kampfes für eine gesellschaftliche Umwälzung, für eine von Ausbeutung und Unterdrückung befreite Gesellschaft. Das erfordert, dass wir Verantwortung für die Zukunft der Menschheit übernehmen.

Lasst uns eine weltweite kämpferische Basisbewegung von Automobilarbeiterinnen und Automobilarbeitern, jung und alt gemeinsam, mit Familien und Freunden aufbauen. Unser Ziel ist die länderübergreifende Koordination und Zusammenarbeit in Kämpfen, der regelmäßige Austausch von Informationen und Erfahrungen, die Organisierung internationaler Solidarität sowie die Demokratisierung und Stärkung der Gewerkschaftsorganisation.

Kein Kampf darf zukünftig mehr alleine stehen! Getrennt sind wir schwach, vereint sind wir unbesiegbar. Die Kämpfe der Automobilarbeiter müssen schnell zu einer globalen Bewegung verschmolzen und vereint werden, um ein Leben in Würde für alle zu garantieren. Wir bauen unsere Konzernzusammenarbeit weiter aus!

Der Kampf für ein Leben in Würde muss jetzt geführt werden, sonst wird es zu spät sein!

Es lebe die internationale Automobilarbeiterbewegung, es lebe die Koordinierung der Kämpfe!

(einstimmig angenommen von der Delegiertenversammlung der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz in Pune, Indien, am 23. November 2025)


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